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21. März 2004

Bildergalerie / 2004

Feierliche Ausstellungseröffnung in Biedenkopf

Kirchenpräsident würdigt Philipp den Großmütigen


EKHN-Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker hielt die Predigt während des Festgottesdienstes
 
Die Gemeinde Biedenkopf ist der Ausgangspunkt, von dem aus die Wanderausstellung „Mit dem Glauben Staat machen“ über Philipp den Großmütigen ihren Weg durch Hessen nimmt. Mit einem Festgottesdienst begann in der Biedenkopfer Stadtkirche am 21. März 2004 die feierliche Eröffnung der Ausstellung. Die Predigt hielt Prof. Dr. Peter Steinacker, Kirchenpräsident der EKHN.

Niemand soll wegen seines Glaubens getötet werden

Er würdigte Philipp den Großmütigen als einen Mann, der das Wort Gottes lebte, wenngleich er sich auch in Schuld verstrickte. Sein tiefer und zukunftsweisender Glaube zeigte sich unter anderem im Umgang mit den Wiedertäufern, einer Gruppe, die sich von der protestantischen Bewegung Luthers und Zwinglis abgespalten hatte. Philipp hatte sich geweigert, die Mitglieder der Täufer hinrichten zu lassen, obwohl dies der Reformator Martin Luther, aber auch einige Bibelstellen forderten. Mit seiner Entscheidung zeigte der hessische Landgraf, dass nach dem Kreuzestod Jesu niemand mehr wegen seiner Sünden in Glaubensdingen hingerichtet werden solle: Jesus sei für alle Zeit für die Sünden der Menschen gestorben.

Antworten aus der Vergangenheit als Impulse für die Zukunft
Nach dem Gottesdienst ließ sich der Kirchenpräsident die Wanderausstellung von Dr. Dirk Richhardt, Geschäftsführer des evangelischen Philipps-Jahres 2004 im Landgrafenschloss zeigen. Die Ausstellung veranschaulicht die wegweisenden Ideen Philipps, welche Grundlage für viele moderne Entwicklungen sind. „Der Gedanke, dass Bildung ein Schwerpunkt der Politik ist, die Gründung der Universität Marburg, der Konfirmandenunterricht und regelmäßige Steuereinnahmen sind alles Formen, die auf Philipp zurückgehen“, erklärte Richhardt.
Steinacker betonte, dass gerade Jubiläen, wie der 500. Geburtstag Philipp des Großmütigen, ein guter Anlass seien, sich mit geschichtlichen Themen zu beschäftigen. Dies sei besonders wichtig, da der Mensch seine Zukunft nur dann weitgehend sinnvoll gestalten könne, wenn er aus der Vergangenheit lerne. Richhardt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es aus heutiger Sicht spannend sei, den Fragen und die Antworten der damaligen Zeit aufzuspüren – und zu sehen, welche Fragen die Gesellschaft sich heute stelle. Die Vergangenheit könne hier wertvolle Impulse geben.

v. links nach rechts: Gemeindepfarrer Gerhard Failing, Pfarrvikarin Almut Gallmeier und der Kirchenpräsident sprechen die Fürbitten am Ende des Gottesdienstes
 
 
Dr. Dirk Richhardt (links), Geschäftsführer des Philipps-Jahres 2004 überreicht dem Kirchenpräsidenten (rechts) den Ausstellungskatalog
 
Das Motto der Ausstellung: Mit dem Glauben Staat machen
 
Hintergrund:  
Die Wanderausstellung "Mit dem glauben Staat machen"  
 
 

 

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