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Feuertaufe durch Ritter
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Mit
diesem Schandblatt beleidigte Sickingen die Ritter, die sich
auf die Seite Philipps stellten |
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Philipps erster Feldzug
- eine Niederlage
Der Ritterstand verlor im Spätmittelalter
immer mehr an politischen Einfluss, während die Macht der
Fürsten
wuchs. Die Ritter wollten sich jedoch den Fürsten nicht
unterordnen und sammelten sich um den mächtigen Reichsritter
Franz von Sickingen. Diesem gehörten mehrere starke Burgen
zwischen Nahe und Rhein. 1518 plante er mit Hilfe anderer Ritter
einen Angriff gegen die Fürsten.
Als ersten Gegner suchte sich Sickingen den jungen Landgrafen
Philipp aus. Philipp war erst 13 Jahre alt und neu auf der politischen
Bühne. Der Reichsritter hoffte, dass er diesen unerfahrenen
Fürsten leicht besiegen könnte und erklärte dem
jungen Landgrafen die Fehde. Die Kriegserklärung, den so
genannten Fehdebrief, ließ Sickingen erst am Tage seines
Angriffs zustellen. Für Philipp war es so fast unmöglich
sich auf den Kampf vorzubereiten. Dann fiel
der Reichsritter mit seinem Heer in Hessen ein, eroberte Gernsheim und belagerte
Darmstadt. Philipp musste die Forderungen Sickingens akzeptieren
und Entschädigungszahlungen an den Reichsritter leisten.
Beide schlossen einen Vertrag, dessen Einhaltung von den hessischen
Rittern kontrolliert und durchgesetzt werden sollte. Dieser erpresserische
Vertrag wurde allerdings später vom Kaiser annulliert.
Philipps Rache – der Sieg im Ritterkrieg
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Der
sterbende Sickingen vor seiner Burg Landstuhl |
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1522 griff Franz von Sickingen auch das Kurfürstentum
Trier an. Sein Angriff scheiterte, weil Philipp und der Kurfürst
von der Pfalz den Trierern beistanden. Im folgenden Jahr zerstörten
die drei Fürsten – aus Trier, Hessen und der Pfalz
- nach und nach jede Burg Sickingens und seiner Anhänger
und beendeten damit die Unabhängigkeitsbestrebungen der
Ritterschaft. Philipp, der Sickingen nachtrug, dass dieser ihm
nach der Belagerung Darmstadts Geld abgepresst hatte, bestand
auf die Zerschlagung der Ritterbewegung. Franz von Sickingen
starb im Mai 1523 bei der Einnahme seiner Burg in Landstuhl. |