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Start in die Moderne
Landgraf Philipp führte das Land Hessen aus dem Mittelalter
in die Neuzeit. Vielen seiner wegweisenden Ideen ist es zu verdanken,
dass sich Hessen zu einem modernen Staat entwickelte. Der Bildung
wies er eine Schlüsselposition zu: Denn nur mit gut ausgebildeten
Beamten und Pfarrern ließ sich ein funktionierendes Staats-
und Kirchenwesen aufbauen.
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In
der sächsischen Bergbausiedlung St. Annaberg wurde im
16 Jhr. nach Silber gegraben. Vergleichbar betrieb man zu
dieser Zeit auch den Bergbau in Hessen. |
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Auch der Wirtschaft
gab Landgraf Philipp wichtige Impulse: So
ließ er 1538 ein neues Salzwerk in Sooden-Allendorf errichten,
um die Salzversorgung in Hessen zu sichern.
Außerdem förderte
er den Kupferbergbau bei Sontra und gab den Auftrag, in Kaufungen
einen Messinghammer, eine Messing-Brennhütte
und den Messinghandel einzurichten. Die Glas- und Alaunherstellung
bei Kaufungen trieb er voran und verpachtete die Alaun-Siedehütten
an einzelne Sieder, die dafür jeden Zehnten an den Landgrafen
entrichten mussten.
Das Steuerwesen geht ebenfalls auf die Initiative Philipps zurück.
So führte der Landgraf erstmalig in Hessen regelmäßige
Steuern ein, mit denen er beispielsweise die Sicherheit seines
Landes bezahlte.
Weitere Neuerungen wie die Gründung von Hospitälern
und der ersten hessischen Landeskirche sind auch dem Landgraf
Philipp zu verdanken. Sie sind der Beleg, dass Philipp sich den
damals als fortschrittlich geltenden Ideen der Reformatoren öffnete
und das neue Gedankengut umsetzte. Toleranter als andere Landesfürsten
ließ er Andersgläubige nicht zum Tode verurteilen,
sondern bemühte sich immer wieder um einen Dialog mit ihnen.
Denn "einen Menschen aber um deswillen, dass er unrecht
glaubt, zu töten, haben wir nie getan."
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